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Gegen Seeabstieg / Nordumfahrung - für
Pöcking!
Im Pöckinger Gemeinderat wird seit Sommer
2010 das bereits seit Jahrzehnten immer wieder auftauchende Thema Seeabstieg,
neuerdings, den belasteten Begriff Seeabstieg vermeidend, Nordumfahrung
genannte Straßenbau-Reizthema diskutiert.
Diese Internetseite - initiiert von einem Pöckinger
Bürger - stellt Informationen zum Thema bereit und verleiht den Gegnern
dieses Vorhabends eine Stimme. Nehmen Sie sich die Zeit und informieren
Sie sich!
Als Ausdruck des Protestes gegen dieses unsägliche Vorhaben wurde
eine Online-Petition
initiert die innerhalb von nur einem Monat 1.040 Unterzeichner gezeichnet
haben. Davon alleine 485 aus Pöcking.
Bei dem Vorhaben geht es um den Neubau einer
Straße durch schönste Oberbayerische Moränenlandschaft
und Naherholungswald (zudem Landschaftsschutzgebiet) auf Pöckinger
Gemeindegebiet. Die skizzierte "beispielhafte" Streckenführung
zeigt eine Straßentrasse die südlich des Schmalzhofs von der
B2 abzweigend Richtung Osten, über die Bahnlinie und weiter durch
den Niederpöckinger-Wald nach Possenhofen verläuft. Zugleich,
so das Vorhaben, würde die Seeuferstraße südlich von La
Villa in Niederpöcking herabgestuft bzw. rückgebaut werden.
Siehe hierzu die skizzierte Streckenführung mit der Anbindung der
Umfahrung nahe am Wohngebiet Niederpöcking auf der Abbildung rechts.
(Siehe auch unter Dokumente
die Studie
Lang)
Durch was zeichnet sich Pöcking aus? Besonders durch seine Lage und
schöne Landschaft, durch die Natur und die umliegenden charakteristischen
Buchen-Mischwälder und Moränenhänge - und genau diese Pöckinger
Natur wird durch solche Vorhaben weiter unnötig und endgültig
zerstört.
Diese Utopie wird von den Befürwortern
insbesondere mit den beiden folgenden Punkten begründet:
- Vermeidung von zusätzlichem Verkehr
der evtl. durch eine zukünftige Starnberger Westtangente und den
geplanten Starnberger Tunnel auf Pöcking zukommen könnte (falls
beide Projekte realisiert werden), wenn keine anderen Maßnahmen
ergriffen werden wüden (in 2025 könnten es nach Hochrechnung
ca. 1.700 Fahrzeuge pro Werktag mehr als die heutigen ca. 6.500 Fahrzeugen
pro Werktag sei, siehe
Studie Lang).
- Aufwertung des Waldes nördlich des
Possenhofener Badegeländes (Paradies) zum „Landschaftspark
mit Freizeitfunktion“ (O-Ton und ein Hohn sondergleichen).
Gegen diese Utopie sprechen deren
gravierende negativen Folgen und stichhaltige, nachvollziehbare Argumente:
- Die Vermeidung einer evtl. zu erwartenden
Verkehrszunahme in Pöcking (nach Realisierung der Straßenbauprojekte
in Starnberg in voraussichtlich erst 10 bis 15 Jahren) fällt hinsichltich
ihres Ausmaßes äußerst bescheiden aus. Nach Prognose
könnte der Neubau der Nordumfahrung/Seeabstieg dann eine evtl.
Entlastung von ca. 1.700 Autos für den Pöckinger Norden bringen.
Dies entspricht einer möglichen Entlastung von lediglich 26% bezogen
auf die prognostizierten 6.100 Autos - die Ortsumfahrung Pöcking
hat dagegen 1996 eine Entlastung bei gleicher Bezugsgröße
von bis zu ca. 200% gebracht. Dieses Argument Vermeidung von Verkehr
in Pöcking ist also äusserst schwach. In Relation zur einhergehenden
massiven Natur- und Heimatzerstörung ist es dagegen frevelhaft
und anachronistisch oder auf gut Deutsch gestrig. (Schauen Sie sich
die Zahlen und Prognosen der Studie
Lang kritisch an - die sinnlosigkeit dieses Vorhabens ist
unübersehbar!)
- Die Behauptung einer Aufwertung des Possenhofener
Waldes durch die Straße ist irreführend. Denn dieser Buchenmischwald
wird bereits heute, genau dort wo die Trasse skizziert wird als Naherholungswald
der Anlieger in Pöcking, Possenhofen, Niederpöcking und Starnberg
und Anderen stark und zur Freude und Erholung aller genutzt. Das Badegelände
(Paradies) würde durch die Verlagerung der Straße im nördlichen
Teil nur äusserst marginal "profitieren", aber zweifelsfrei
nicht in dem Ausmaß wie der Naturraum in dieser Region für
immer zerstört wird. Eine Ausweitung des Paradies nach Norden unter
Umgestaltung des Waldes, ist kaum vorstellbar und ein vorgeschobenes
Scheinargument.
- Flächenzerstörung und Versiegelung
von ca. 60ha bei Neubau von 3,5 km Strasse. Aus Erfahrung ist bekannt,
dass neu gebaute Straßen zudem zusätzlichen Verkehr anziehen.
Hier würde schönste Pöckinger Natur für immer zerstört
werden!
- Zusätzliche Verkehrsbelastung und Zerstörung
von gefährdetem Buchenwald und zahlreicher Biotope mit gefährdeter
Flora und Fauna bei Possenhofen durch ein, nur mit aufwändigen
und weithin sichtbaren (Brücken)Bauwerken zu lösende Anschlusssituation
beim Schlossberg in Possenhofen. Chaotische Verkehrssituation am Possenhofener
Bahnhof.
- Einkesselung von Niederpöcking auf
drei Seiten durch die Straße mit der Folge deutlicher Verlärmung
und Verkehrsbelastung.
- Zusätzliche Verkehrsbelastung und Verlärmung
Starnberger Gemeindegebiets südlich des Oberen Seewegs und der
Prinzeneiche nach Pöcking.
- Zusätzliche Verlärmung von Pöcking
Nord und Pöcking Ost.
- Erhebliche Kosten von geschätzt mehr
als 15 Mio. € für den Neubau, der durch schwierige Bodenverhältnisse
und Topographie führenden Trasse. Dabei wären gigantische
Brücken- oder Tunnelbauwerke und Aufschüttungen beim Schmalzhof,
zur Querung der Bahn und insbesondere zur Anbindung in Possenhofen erforderlich.
- Die losgelösten Betrachtung dieses
Straßenvorhabens, wie sie im Gemeinderat vorgebracht wurde, ohne
nachhaltigen Bezug zu überregionaler Verkehrsplanung (Anbindung
Tutzing und Feldafing an die B2), Integration des ÖPNV (öffentlicher
Personennahverkehr), innovativer Konzepte für den lokalen Verkehr,
gezielter Verkehrslenkung und letztlich Verkehrsvermeidung ist nicht
problemlösend sondern problemverstärkend.
- Ferner ist das ursprünglich im Gemeinderat
vom 1. Bürgermeister Schnitzler angestrebte Vorgehen - Beschlussfassung
im Gemeinderat ohne Hörung der Bürger - eine zweifelhafte
Interpretation der demokratischen Meinungsfindung. So eine Art der Entscheidungsfindung
ist nicht vom Bürger legitimiert. Insbesondere da sich die PWG
noch kurz vor der letzten Wahl deutlich gegen den Seeabstieg geäussert
hat (PWG
Ortstermin Niederpöcking - auch unter Dokumente
zu finden).
Deswegen gilt es, gegen dieses überholte
Vorhaben Seeabstieg/Nordumfahrung, dessen Nachteile die möglichen
Vorteile klar überwiegen, jetzt die Stimme zu erheben und dieses
Thema endgültig zu begraben. Dieses Vorhaben blockiert die Entwicklung
zukunftsfähiger und nachhaltiger Konzepte!
Unsere Kinder und Nachfahren, werden nicht
unsere Voraussicht loben, sondern unsere Dummheit, wenn wir dieses Vorhaben
nicht verhindern.
Schreiben Sie an den Gemeinderat
in Pöcking, schreiben Sie an den Ersten
Bürgermeister Schnitzler, und den Zweiten
Bürgermeister Luppart. (Die Dritte Bürgermeisterin
Amelie Erhard kämpft seit Jahrzehnten energisch gegen dieses Projekt).
Erheben Sie Ihre Stimme und verleihen ihr Gehör. Nichts zu unternehmen
und damit diese Utopie zu unterstützen ist zwar kurzfristig bequem,
aber mittel- und langfristig auch für Sie und Ihre Kinder von massivem
Nachteil.
Schreiben Sie an die lokale Presse (z.B: Süddeutsche
Zeitung Starnberg, Starnberger Merkur oder den Kreisboten),
die Gemeinde Pöcking und den Pöckinger Gemeinderat.
Dieses landschaftszerstörende Vorhaben
muss ein für alle mal beerdigt werden, der Gemeinderat Pöcking
soll sich um relevantere Themen kümmern und so seinem eigentlichen
Auftrag nachkommen.
Versäumen
Sie nicht, jetzt zu handeln!
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und Sie erhalten bis auf Widerruf wichtige Informationen zum Thema.
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Trassen Skizze Studie Lang 2009
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